Energetische Modernisierung, Optimierung und Sanierung

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Die energetische Sanierung (die richtigerweise eigentlich Modernisierung heißen müsste) unterscheidet sich von einer konventionellen Sanierung dadurch, dass neben der reinen Instandsetzung von defekten oder maroden Bauteilen oder Anlagentechniken eine Energieeffizienzsteigerung durch neue Teile oder Techniken erfolgt.

Hauptansatzpunkte der energetischen Gebäudesanierung sind die energetische Verbesserung der wärmeübertragenden Umfassungsfläche der beheizten Gebäudezone einschließlich zum Beispiel Keller, Außenwände, Dach, Fenster und Außentüren sowie die darauf abgestimmte Optimierung der haustechnischen Anlage (Heizung und Warmwasserbereitung, Lüftung, Beleuchtung, Verschattung, Einsatz regenerativer Energien).

Wenn alle diese Maßnahmen bei der Sanierung aufeinander abgestimmt werden, kann man von einer ganzheitlichen energetischen Sanierung sprechen. Diese führt in aller Regel zu einem Synergieeffekt, da nicht nur Heizkosten, sondern auch Investitionskosten gespart werden können.
Ein besser gedämmtes Haus erfordert eine kleinere Heizanlage. Realisiert man in der umgekehrten Reihenfolge (erst Heizung und später Wärmeschutz), hat man eine größere Heizanlage, die nach der baulichen Sanierung überdimensioniert ist und so nicht mehr energieoptimiert betrieben werden kann.

Die Motivation für eine Sanierung und Modernisierung von Wohngebäuden kann vielfältig sein und in eine weitgehende Änderung der baulichen Gegebenheiten münden. Vieles spricht für die umfassende Modernisierung der Gebäude hin zu einer individuell passenden, zeitgemäßen Lösung, die eine langfristige Zufriedenheit erreichen soll. Dabei ist das Erreichen eines guten energetischen Standards ein angemessenes Leitmotiv. Einsparungen von 50 - 80% bei Energieverbrauch und -kosten sind hier durchaus möglich.

Bei der Beschäftigung des Bauherrn mit diesem Thema sollten aber auch die weiteren Aspekte, die die Qualität eines Wohngebäudes ausmachen, nicht vernachlässigt werden. Die Chance für die Anpassung des Wohnraums an aktuelle Anforderungen bei einer Veränderung des Gebäudes sollte in jedem Fall bedacht werden (z. B. barrierefreie Gestaltung, Schaffung von zeitgemäßem Wohnraum).

Bei einer Nutzungsdauer vieler Bauteile von über 30 Jahren sollten diese Investitionen durchdacht sein. Effiziente und zeitgemäße Lösungen sind im Rahmen einer gut durchdachten Strategie möglich.

Die entstehenden Gesamtkosten für die Durchführung aufeinander abgestimmter Maßnahmen sind häufig deutlich niedriger als die Durchführung von zeitlich unkoordinierten Teilleistungen am Gebäude.